Teilnehmer im Livestream beteiligen: Hybride Events bauen auf interaktive Konzepte

Wer heute zu einer Konferenz eingeladen wird, kann neuerdings von zu Hause aus teilnehmen. Bei „hybriden Events“ sind Teile des Publikums räumlich getrennt: ein Teil ist bei der Veranstaltung direkt vor Ort dabei, die virtuellen Teilnehmer beteiligen sich live über das Internet. Möglich wird dies dank Videostreaming. Sich beteiligen aber heißt, auch aus der Ferne aktiv werden können.  Audience Response Tools wie teambits:interactive ermöglichen eine für alle Teilnehmer gleichberechtigte Publikumsbeteiligung. Etwa, um Fragen an das Podium zu stellen oder eine Zusammenarbeit zwischen allen Teilnehmern zu realisieren, wie sie auch aus der moderierten Gruppenarbeit bekannt ist. Zum mitmachen genügt der Browser des Teilnehmers – gleichgültig ob auf dem Smartphone oder dem heimischen PC.

Hybride Veranstaltungen basieren auf interaktiven Konzepten

Hybride Konferenzen eignen sich besonders bei räumlich weit verteilten Publika, deren Aufwand für Anreise und Unterbringung die Teilnahme ansonsten ausschließen würde. Das können Veranstaltungen innerhalb von Unternehmen mit mehreren Standorten ebenso sein, wie Verbandstagungen oder auch Bürgerversammlungen.

Entscheiden sich Event- und Konferenzveranstalter für ein hybrides Konzept, gewinnt die Fähigkeit an Bedeutung, die Aufmerksamkeit des virtuellen Teilnehmers nicht zu verlieren. Anders als der in der Präsenzveranstaltung „gefangene“ Teilnehmer ist der virtuelle Teilnehmer jederzeit in Versuchung, seine Aufmerksamkeit anderen Reizen zuzuwenden, denen er an seinem Standort ausgeliefert ist. Die konzeptionelle Ausgestaltung der Interaktion mit dem virtuellen Teilnehmer ist deshalb der Schlüssel, wie jeder erfahrene Online-Moderator aus eigener Anschauung weiß.

Der Ersparnis von Reise- und Umweltkosten hybrider Veranstaltungen steht ein geringer technischer Mehraufwand gegenüber, der durch Konzeption und Planung des Events beherrschbar bleibt. Leistungsstarke und erfahrene Dienstleister wie teambits gewährleisten im Hintergrund IT-Infrastruktur, Internetbandbreiten und Datensicherheit.

Beispiel Bürgerkonferenz

Die Teilnehmer einer Bürgerkonferenz in Berlin sollen Empfehlungen für die „Energienutzung der Zukunft“ ausarbeiten. Hierfür kommen 170 Personen vor Ort im Saal zusammen, weitere nehmen per Internet an der Diskussion teil.
Bei diesem Hybrid-Event sitzen je neun Bürgerinnen und Bürgern in 20 Tischgruppen und erarbeiten gemeinsam die Empfehlungen. Zusätzlich gibt es den „21. Tisch“: Hier sitzt nur das Moderatoren-Duo vor Ort. Die virtuellen Teilnehmer aus verschiedenen Teilen Deutschlands nehmen von zuhause aus Teil. Die dazugeschalteten Teilnehmer verfolgen die Präsentationen und Haupt-Moderation mit Ton und Bild auf ihrem Bildschirm zuhause. Dabei bilden die virtuellen Teilnehmer gemeinsam einen „Tisch“ und diskutieren untereinander. Die Ergebnisse aller Diskussionsrunden – sowohl der vor Ort als auch der des virtuellen „Tischs“ – werden am Computer festgehalten und im weiteren Verlauf der Veranstaltung von allen Teilnehmern zusammen bewertet. Die Teilnehmer von außerhalb sind mit einer Web-Konferenz-Software verbunden, so dass sie sich in einem virtuellen Raum befinden. Neben einer Sprach-Verbindung via Internet, können sie – ohne den Sprecher zu unterbrechen – auch über den teambits:interactive Text-Chat kommunizieren.
Ergebnis: Die virtuellen Teilnehmer werden dank der virtuellen Umgebung zu vollständigen Teilnehmern des Events. Im Feedback äußern sie, dass sie sich trotz der räumlichen Distanz und physischen Abwesenheit als Teil der ganzen Gruppe fühlen.

Vorteile eines hybriden Events auf einen Blick:

  • ermöglicht die datensichere Teilnahme von Menschen auf der ganzen Welt
  • eröffnet die Möglihkeit zum direkten Dialog mit der Zielgruppe
  • im Verlauf der Veranstaltung erarbeiten Teilnehmer Informationen, die sich in Echtzeit auswerten lassen
  • interaktiv: Alle Teilnehmer (vor Ort und virtuell) können miteinander schriftlich kommunizieren und inhaltlich zusammenarbeiten
  • ermöglicht intensiven persönlichen Austausch in Teilgruppen
  • Reise- und Umweltkosten werden eingespart
  • Durch ein Onlinearchiv bleiben die von den Teilnehmern erarbeiteten Informationen über einen längeren Zeitraum hinweg auch im Nachhinein zugänglich

 

Bild: Katja Machill, Initiative Wissenschaft im Dialog (WiD), anlässlich einer Bürgerkonferenz im Rahmen des Forschungsprojekts „Wissenschaft debattieren!“ der Initiative Wissenschaft im Dialog und der Universität Stuttgart, Projektgruppe ZIRN