Fragerunden in Präsenzveranstaltungen digital moderieren

Teilnehmer assoziieren mit den an sie herangetragenen Inhalten fortlaufend Fragen, Einwände und Ideen. Doch nur die wenigsten Teilnehmer wollen sich an einem Saalmikrofon exponieren. Auch bekommen sie meist weder räumlich noch zeitlich die Gelegenheit, ans Mikrofon zu treten. Eine der grundlegendsten Stärken digitaler Moderation ist daher die Nutzung von Publikumsfragen.

Im Gegensatz zu bekannten Microblogging-Diensten gestattet teambits:interactive eine hocheffiziente Arbeitsteilung zwischen Publikum, Regie und Moderation. Der Fokus der Aufmerksamkeit kann auf eine viel größere Anzahl an Teilnehmerbeiträgen gelenkt werden, weil Moderatorinnen und Moderatoren weder Kontrolle noch Zeit an einzelne dominante Teilnehmer verlieren. Mehr noch: teambits ermöglicht eine niedrigschwellige Kommunikation im geschützten Raum mit kontrollierter öffentlicher Reichweite. Ohne hierfür von Teilnehmern die Installation von Software zu verlangen.

Praxisbeispiel 1

In einer wiederkehrenden Konferenzveranstaltung in öffentlich-rechtlicher Trägerschaft wird die digitale Moderation eingesetzt, um Fragen von zum Teil über 300 Anwesenden zuzulassen und zeitnah durch die Moderatorin an Referenten und Diskutanten des Podiums heranzutragen. Teilnehmer nutzen ausschließlich ihre privaten Smartphones und Tablets. Dabei wird anders als beim bisher eingesetzten Saalmikrofon der Durchsatz von bis zu 40 Publikumsfragen pro Stunde erreicht. Alle unbeantwortet gebliebenen Fragen gehen wie auch die diskutierten Fragen in die Dokumentation ein, auf deren Grundlage der unterjährige Redaktionsplan des Fachmagazins und der Internetseiten einer der Träger der Veranstaltung entworfen wird.

Praxisbeispiel 2

Im Verlauf eines Veränderungsprozesses innerhalb eines Hidden Champions der Schwerindustrie entschließt sich das Top-Management zur direkten Aussprache mit 150 Führungskräften der oberen Führungsebenen. In der ausdrücklich nicht-öffentlichen Veranstaltung wird bewusst auf ein Saalmikrofon verzichtet, um ein Maximum an Unbefangenheit und Gleichheit unter den Teilnehmern herzustellen. Teilnehmer nutzen vollkommen anonymisierte Leihgeräte (iPod Touch). Die Mitglieder der Geschäftsleitung moderieren die Veranstaltung persönlich, wobei von Anfang kommuniziert ist, dass nur schriftlich über das System vorgebrachte Fragen und Einwände berücksichtigt werden und alle im Verlauf der Sitzung entstandenen Eingaben für alle Beteiligten transparent und unzensiert auf dem für die Anwesenden zugänglichen Fileserver zur Nacharbeit im Rahmen des zuvor definierten Veränderungsprozesses abgelegt werden.

  Ablauf

  • Teilnehmerinnen und Teilnehmer stellen ihre Fragen oder schreiben ihre Kommentare
  • optional unterstützt ein Co-Moderator oder die Regie den Moderator bei der Auswahl der eingehenden Beiträge
  • Moderatorin oder Moderator erhalten wahlweise alle eingehenden oder nur die von Co-Moderation oder Regie ausgewählten Teilnehmerfragen und -kommentare
  • Von der Moderatorin oder vom Moderator aufgegriffene Teilnehmerbeiträge können vom Moderator auf die Großbildprojektionen aufgeschaltet werden
  • Der Regie ist es jederzeit möglich, eingehende Teilnehmerbeiträge als Datei zu exportieren

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