Digital moderiertes Feedback-Verfahren für 4.000 Mitarbeiter und 300 Führungskräfte

Feedback-Verfahren für Führungskräfte müssen nicht unangenehm für die Beteiligten sein, wie folgende Case-Study aus einem Automobilkonzern zeigt. Um die Unternehmenskultur des Automobilherstellers zu optimieren, entwickelt die Personalabteilung des Konzerns gemeinsam mit einer Unternehmensberatung ein Workshop-Konzept, das einen wichtigen Schnittpunkt zwischen strategischen Unternehmenszielen und persönlicher Entwicklungschance bildet. Der Schlüssel für das Gelingen des Konzepts ist die Digitalisierung des Feedback-Verfahrens mit Hilfe von teambits:interactive. Im Rahmen des Projekts können sich  über 300 Führungskräfte und ca. 4.000 Mitarbeiter austauschen. Im Ergebnis entsteht ein hoch individuelles Feedback für die Führungskräfte, um das jeweils persönliche Führungsverhalten reflektieren zu können.

 

Das Konzept

Das Workshopkonzept ist bewusst auf einen Dialog ausgerichtet. Konkret beinhaltet es, eine Top-Down-Reihenfolge der Workshops für die Führungsebenen (Teilkonzernleitung, Abteilungsleitung, etc.) und ein Führungs-Feedback für Führungskräfte. Befragungen werden mittels Tablet-PC, Live-Befragungen via Teilnehmersmartphones durchgeführt. Die Moderation der Teilveranstaltungen wird von teambits jeweils digital unterstützt.

 

Für das Workshopkonzept stellt der geschützte Raum für Führungskräfte und Mitarbeiter eine wichtige Voraussetzung dar. Mithilfe der vollkommen anonymen Live-Befragung via Tablet-PCs, Smartphone oder Handheld können sie ihren Vorgesetzten Feedback geben. Der Fragebogen besteht aus sechs Blöcken. Neben grundsätzlichen Fragen zum persönlichen Führungsverhalten gibt es auch Fragen bezüglich der Unternehmenswerte: gelebte Kundennähe, Verantwortung, Vertrauen, Mut und Begeisterung. Zudem bieten Freitextfelder die Option, Kommentare, Ideen oder Fragen festzuhalten.

 

Die Auswertung erfolgt ohne Zeitverzögerung. Ein erfahrener Berater moderiert die unmittelbar bereitstehenden Ergebnisse noch in der jeweils selben Diskussionsrunde. Er sorgt für eine flüssige Diskussion und lenkt, wenn es kritisch wird. Nach dem Workshop besteht die Möglichkeit für ein Reflexionsgespräch mit dem Moderator, der seine Eindrücke spezifiziert.

 

Digitale Moderation für angstfreie Kommunikation

Durch die direkte Präsentation der Ergebnisse können alle Beteiligten Stellung nehmen und intensiv diskutieren. Die vom Moderator gestellten Tablet-PC, deren Bereitstellung bereits an sich Aufforderungscharakter haben, trägt immens zum Veranstaltungserfolg bei. Der Tablet-PC ist einfach handhabbar, so dass das Ausfüllen der Fragebögen schnell und ohne Schwierigkeiten abläuft. Weil nur das Ergebnis der Gruppe und nicht der einzelnen Teilnehmer abgebildet wird, ist die Befragung anonym. Auch kritische Anmerkungen können so ohne Angst benannt und vertiefend besprochen werden.  

 

Anonym und dennoch offen – (k)ein Widerspruch?

Der Workshop ist nicht nur ein Gewinn für die Führungskräfte. Darüber hinaus trägt die Diskussion über ein anonym erhobenes Feedback zu einem verbesserten Arbeitsklima bei. Die Mitarbeiter sehen das Gesamtergebnis, interpretieren und diskutieren es mithilfe des Moderators und können der Führungskraft wertvolle Hinweise zur wertebasierten Führung geben.

Die notwendige Anonymität einerseits und der andererseits offenen Kommunikationskultur stehen sich auf den ersten Blick widersprüchlich gegenüber, doch der Workshop-Prozess löst diese scheinbaren Grenzen vollkommen auf.

 

Die Führungskräfte können durch einen ressourcenorientierten, wertschätzenden Dialog ihre Wirkung als Vorgesetzte auf ihre Mitarbeiter sowie ihr Verhalten in Bezug auf die Unternehmenswerte hinterfragen. Die Dialoge stellen außerdem ein gutes Instrument dar, um das Thema Selbst- und Fremdwahrnehmung zu reflektieren. Dies schafft die Möglichkeit sich selbst zu erkennen und sich weiterzuentwickeln.